Bekannt aus „tagesschau“ und „nano“

Mehr als 5.000 moderierte TV-Sendungen

 

Inhalte schnell auf den Punkt bringen, leicht verständlich formulieren und unterhaltsam präsentieren: Das ist mein Anspruch als Moderatorin und Journalistin.

In 15 Jahren TV-Moderation habe ich in mehr als 5.000 Fernsehsendungen vor der Kamera gestanden. Die zwei bekanntesten sind die Nachrichtensendung „tagesschau“ (ARD) und das Wissenschaftsmagazin „nano“ (3sat).

Erfolgreich als Quereinsteiger

Zum Fernsehen bin ich allerdings auf ganz untypische Weise gekommen. Als diplomierte Physikerin bin ich wohl das, was man Quereinsteigerin nennt. Direkt nach meinem Studium der Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena schlug ich eine journalistische Laufbahn ein.

In zahlreichen Praktika bei Nachrichten- und Magazin-Redaktionen von Sat.1, Hessischer Rundfunk, Saarländischer Rundfunk, Deutsche Welle, MDR, ZDF und 10News (San Diego, Kalifornien) eignete ich mir mein erstes Handwerkszeug an. Mit diesem wertvollen Erfahrungsschatz absolvierte ich im Anschluss ein Volontariat beim Rundfunk Berlin-Brandenburg in Potsdam.

Wissen unterhaltsam verständlich machen

Als Reporterin, Autorin und Moderatorin sind mir seither zwei Dinge sehr wichtig: die leicht verständliche Vermittlung von Inhalten und deren unterhaltsame Präsentation.

 

Außerhalb des Fernsehens bin ich seit mehr als 15 Jahren für Ministerien, Verbände und Unternehmen im Einsatz. Auf großen wie kleinen Bühnen baue ich die inhaltlichen Brücken, damit das Publikum folgen kann und sich unterhalten fühlt.

„Herzlich willkommen zur tagesschau!“

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„Herzlich willkommen bei tagesschau24!“

 

Die Nachrichten-Moderatorin

Fakten schnell auf den Punkt bringen

Meine ersten Einsätze in der „tagesschau“ hatte ich zum Reaktorunglück von Fukushima im März 2011. Jeden Tag moderierte ich 30-minütige Extra-Ausgaben der „tagesschau“ mit Live-Schalten zur aktuellen Situation und zum Ausmaß der Katastrophe. Seit 2004 moderierte ich bereits die tägliche Nachrichtensendung „EinsExtra aktuell“. Sie kam ebenfalls aus dem „tagesschau“-Studio, lief von 9 bis 20 Uhr und wurde später in „tagesschau24“ umbenannt.

Die Wissenschafts-Journalistin

Komplexes Wissen verständlich machen

Es war für mich wie ein Sechser im Lotto, als ich 2006 zum WDR kam und erstmals ein Wissensmagazin moderieren durfte. „Q21“ berichtete nicht nur über wissenschaftliche Entwicklungen – es hinterfragte sie auch kritisch. 2007 ging’s dann von Köln nach Mainz. Auf 3sat präsentierte ich 10 Jahre lang das Wissensmagazin „nano“: täglich eine halbe Stunde Wissenschaft leicht verständlich aufbereitet.

„nano“ (3sat)

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„Q21“ (WDR) 

Nah am Menschen aus der Region

Die Regionalmagazin-Moderatorin

Land und Leute in Hamburg und Aachen

Entdeckt wurde ich im hohen Norden beim NDR-Regionalmagazin „Hamburg Journal“. Ab 2002 präsentierte ich den Hanseaten die Top-Nachrichten aus Hamburgs Politik, Wirtschaft und Kultur. 2006 ging es dann von der Elbmetrolpole in die Kulturregion Aachen, wo ich im WDR das beliebte Regionalmagazin „Lokalzeit aus Aachen“ moderierte.

TV-Formate

TV-Erfahrungen vor und hinter der Kamera

Logo ARD | Das Erste
Logo 3sat
Logo WDR-Fernsehen
Logo NDR-Fernsehen

tagesschau,

tagesschau24,

EinsExtra aktuell 

 

Vor dem tagesschau-Studio geht das Rotlicht an. Drinnen erklingt die bekannte Erkennungsmelodie, die Roboterkamera fährt ab und mit einem Lächeln im Gesicht begrüße ich das Fernsehpublikum:

 

  Herzlich willkommen zur tagesschau.

 

Ab jetzt gilt: volle  Konzentration. Eine Nachricht nach der anderen taucht im Teleprompter auf. Die meisten Meldungen habe ich bereits gelesen und mit speziellen Betonungszeichen versehen. Spannend wird es dagegen bei Meldungen, die während der laufenden Sendung aktualisiert oder sogar ausgetauscht werden.

Eine kurze Ansage aus der Regie weist mich daraufhin, dass ein völlig neuer Text kommt. Innerlich drücke ich die Daumen, dass der Text fehlerfrei ist. Ein falscher Artikel, ein Tippfehler oder einfach nur ein fehlendes Komma können den Sinn einer Nachricht schnell entstellen. Aber meistens geht alles glatt.

Der Tsunami Weihnachten 2004, die Atomkatastrophe von Fukushima 2011, der Brexit 2016: einschneidende Ereignisse wie diese habe ich als Moderatorin im TV-Studio erlebt. An solchen Tagen zeigt sich, worauf es bei der „tagesschau“ vor allem ankommt: auf Teamarbeit! Jeder muss sich auf jeden verlassen können. Und klappt etwas nicht wie geplant, gilt: Ruhe bewahren. Damit der Zuschauer von der Aufregung hinter den Kulissen nichts merkt.

 

Pannen

Gern gesehen sind unsere Versprecher oder Pannen. Hier ein paar Eindrücke aus meiner Arbeit als Sprecherin und Moderatorin bei „tagesschau“, „tagesschau24“ und „EinsExtra aktuell“. Viel Vergnügen!

nano

 

Anders als bei der „tagesschau“ schreibe ich die Moderationen für die Wissenschaftssendung „nano“ selbst. Auch diese Sendung ist tagesaktuell, allerdings beschränkt sie sich auf 5 bis 6 relevante Themen.

 

Die Vorbereitung

Morgens um 9:30 Uhr werden diese in der Redaktionssitzung diskutiert und in Auftrag gegeben. Danach beginnt für mich als Moderatorin die Hauptarbeit: Ich arbeite mich in die verschiedenen Themen ein – und das bedeutet gründliches Recherchieren. Ist der Inhalt geklärt, geht es ans Verpacken. Ich überlege mir den Aufbau der Moderation:

  • wie beginne ich,
  • was ist der zentrale Kern und
  • wie will ich enden?

Dabei muss ich radikal abwägen: welche Information ist verzichtbar und welche muss unbedingt rein. Denn ich kann nicht beliebig lange reden. Ich bekomme im Schnitt nur 25 Sekunden Zeit. 25 Sekunden, um das Wesentliche in 4 bis 5 Sätzen auf den Punkt zu bringen. Das Ganze leicht verständlich formuliert, damit der Zuschauer gut folgen kann und sich nicht ausgeschlossen fühlt.

 

Die Maske

Sind die Moderationen geschrieben, vom Redakteur der Sendung gegengelesen und gegebenenfalls korrigiert, geht es in die Maske. Die Maske ist ein wunderbarer Rückzugs-Ort. Hier hat man kurz vor der Sendung noch mal Gelegenheit, sich zu sammeln und zu entspannen, während liebevolle Hände dafür sorgen, dass man sich auch vor der Kamera wohlfühlt. Man stelle sich nur ein einziges Mal ohne Make-up und frisierte Haare im grellen Scheinwerferlicht vor die Kamera. Der Unterschied ist wirklich erstaunlich! Einer meiner häufigsten Alpträume war übrigens dieser: Ich komme zu spät ins Studio und muss ungeschminkt vor die Kamera! HORROR! Vor Schreck bin ich immer aufgewacht…

 

Das Studio

Von der Maske geht es dann ins nano-Studio. Anders als bei der „tagesschau“ gibt es im nano-Studio noch echte Menschen: Kameraleute, Aufnahmeleiter, Regisseur, Ton- und Lichttechniker. Und die haben, während ich in der Maske war, jede Kameraposition geprobt. Dann geht es los. Noch schnell ein allerletzter Blick auf die Moderationskarten, die ich mit allerlei Betonungszeichen versehen habe. Denn selbst wenn ich gleich alles vom Teleprompter ablese, sollte es nicht abgelesen wirken. Genau das ist die große Kunst des Moderierens. Dahinter steckt jahrelanges Training und eine professionellen Sprecherziehung.

 

10 Jahre nano-Moderation

Und weil ich immer großen Spaß an meinem Beruf habe, hier ein unterhaltsamer Zusammenschnitt aus 10 Jahren nano-Moderation. Viel Vergnügen!

 Q21 

 

„Q21“ war ein Wissenschaftsmagazin des WDR, das leider nach 3 Jahren eingestellt wurde. Das Magazin lief jeden 2. Dienstag, immer im Wechsel mit der Kultsendung meines Kollegen Ranga Yogeshwar „Quarks & Co.“. „Q21“ hatte den Anspruch, über wissenschaftliche Themen und Entwicklungen nicht nur zu berichten, sondern sie auch zu hinterfragen.

Lokalzeit aus Aachen

 

In meiner journalistischen Laufbahn habe ich in vielen Großstädten gelebt und gearbeitet: Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Mainz, Leipzig und Saarbrücken. Auch die deutsche Kurstadt Aachen gehört dazu, die an Belgien und die Niederlande grenzt. In diesem spannenden Dreiländereck habe ich herzliche Menschen kennengelernt, bodenständig und fröhlich, wie es auch meine Mentalität ist. Mit Aachen verbinden mich viele schöne Erinnerungen.

Hamburg Journal

 

Im Jahr 2000 kam ich von der Spree an die Alster. Seitdem lebe ich in dieser wunderschönen Metropole. Ich arbeitete beim NDR als Reporterin für das „Hamburg Journal“ und war für das Wirtschaftsressort zuständig. Und plötzlich war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Für die Sendung wurde eine neue Moderatorin gesucht und man fragt mich, ob ich Lust auf ein Casting hätte. So fing meine Arbeit vor der Kamera tatsächlich an.

Brandenburg Aktuell

 

Thema recherchieren, mit Kamerateam zum Dreh fahren, Interviews führen, Material sichten und schneiden, Text schreiben, Beitrag vertonen. Und das alles an einem Tag! 6 Jahre lang war ich als rasende Reporterin für den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (heute RBB) in Berlin und Brandenburg unterwegs. Jeden Tag ein neues Thema. Jeden Tag ein neuer Film. In dieser Zeit habe ich meine wichtigsten journalistischen Erfahrungen gesammelt: als Autorin und Reporterin für die TV-Magazine „Brandenburg aktuell“, „Abendjournal“ und „Ozon“. Viele liebe Kollegen aus Redaktion und Produktion haben mir das Einmaleins des Fernsehens beigebracht. Eine wunderbare Zeit, in welcher der Grundstein für meine weitere journalistische Laufbahn gelegt wurde – und die ich nicht missen möchte!